Rohrvortrieb

Stadt Bielefeld baut grabenlos > mehr...

Hauptsammler West in Heidelberg - Mit Qualität und Technik alles unter Kontrolle > mehr...

Druckrohrvortrieb unter dem Rhein > mehr...

GeoTHERM schafft Ausstellerrekord > mehr...

„Goldener Kanaldeckel“ zum 10. Mal verliehen > mehr...

IKT-LinerReport mit guten Ergebnissen > mehr...

Bundesrechnungshof: Vergabeerleichterungen im Baubereich haben das Ziel verfehlt > mehr...

Berliner Vergabekonferenz 2012 im Roten Rathaus > mehr...

Baukonjunktur: Unspektakulärer Start ins Jahr > mehr...

Doll erweitert Baufahrzeug-Palette mit Tiefladern > mehr...

Wacker: Innovationspreis für Vibrationsplatte > mehr...

Landschaftsgärtner greifen nach EU-Fördertöpfen > mehr...

Die Buhlsche Mühle in Ettlingen war bereits zum dritten Mal Veranstaltungsort für den von den Unternehmen VMT und Jackcontroll veranstalteten Projektdialog Microtunnelling.


1,7 Kilometer Rohrvortrieb durch schwierige Geologie

ETTLINGEN, 13.12.11 - In Schwanden in den Schweizer Alpen ist ein 1,7 Kilometer langer Rohrvortrieb durch extrem schwierige Geologie geplant. Über dieses Projekt berichteten Dr. Stefan Trümpi von Jackcontrol und Alexander Seilert von VMT beim dritten Projektdialog Microtunnelling in Ettlingen.

 

Von A. zu Eulenburg

Im Zuge dieser Maßnahme soll ein Stollen mit einem Durchmesser von drei Metern hergestellt werden, der mit einem Höhenunterschied von 34 Metern Wasser von einem Fluss zur Turbine eines Wasserkraftwerkes leiten soll. Die Trasse führt durch schwierigste Geologie: Zu durchfahren ist ein Bergsturzareal. Bis zu 1.000 m³ große Kalkblöcke in siltigem Kies kennzeichnen den sehr heterogenen Baugrund mit mittleren bis hohen Durchlässigkeiten.
Trotz der Länge des Stollens von 1703 Metern und des schwierigen Baugrundes entschied sich der Auftraggeber für den Rohrvortrieb als Bauverfahren. Dafür sprachen nicht zuletzt wirtschaftliche Argumente: So ist auf diese Weise ein abgeschlossener Stollenausbau in einem Arbeitsschritt möglich und die Vortriebsrohre können als fertige Druckleitung, ausgelegt auf einen maximalen Innendruck von 5 bar, verwendet werden. Hydraulische Aspekte, die Dichtigkeit des Stollens und die kurze Bauzeit spielten bei der Entscheidung ebenso eine Rolle wie die ökologischen Vorteile des umweltschonenden Bauverfahrens in dem sensiblen Umfeld.

Vortriebsrisiken minimieren

Darüber hinaus ist es gelungen, mit einer Reihe von Maßnahmen die Vortriebsrisiken, wie Festsetzen des Rohrstranges infolge zu großer Mantelreibung/Bentonitverlust, die Beschädigung der Vortriebsrohre infolge Punktlasten oder erhöhten Werkzeugverschleiß zu minimieren. Hierzu gehören unter anderem die Auslegung Rohre auf große Vortriebskräfte mit einer Wandstärke von 400 mm, der Einsatz der Hydraulischen Fuge für sichere Kurvenfahrt und Vortriebsüberwachung sowie Dehnerabstände von max. 100 Metern.
Trotzdem wird ein Festfahren des Vortriebes seitens der Planer nicht ausgeschlossen. Für diesen Fall wird eine Vortriebsanlage eingesetzt, die in der Lage ist, von Rohrvortrieb auf Tübbingbauweise umzustellen. Hierfür werden von Beginn an ein Erektor und ein langer Schildschwanz für den Tübbingeinbau mitgeführt.
Die detaillierte Planung und die bauvertraglichen Vorbereitungen für dieses Projekt sind bereits abgeschlossen, den Auftrag für die Vortriebsarbeiten hat die Firma K-Boringen aus Belgien erhalten. Es sind jedoch noch Klagen anhängig, die den Baubeginn hinauszögern. Dennoch sehen die Beteiligten und darüber hinaus viele aus der Vortriebsszene diesem Projekt mit großer Spannung entgegen.


Mehr zum Projektdialog Microtunnelling in der nächsten Ausgabe der
bi UmweltBau.