Neue Geothermie-Messe in Essen
ESSEN, 22.03.11 - Premiere im Wachstumsmarkt Geothermie: Die Messe Essen veranstaltet die erste internationale Geothermie-Industriemesse. Die „Geo-T Expo“ führt die gesamte Erdwärme-Branche der oberflächennahen und der Tiefengeothermie zusammen.
„Mit dieser neuen Messe schließen wir eine Lücke“, so Frank Thorwirth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen. „Wir bringen alle Marktteilnehmer zusammen und bieten eine Geothermie-Plattform sowohl für nationale wie auch für internationale Akteure.“ Die erste Geo-T Expo findet vom 22. bis 24. Oktober 2012 statt. Die Messe richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die dem Fachpublikum ihre Produkte und Dienstleistungen im Bereich der industriellen Geothermie vorstellen wollen. Das sind beispielsweise Hersteller von Bohranlagen und Baumaschinen, Produzenten von Anlagen- und Kraftwerkstechnik oder spezialisierte Dienstleister. Mit diesem Angebot spricht die Messe bei den Fachbesuchern Experten des gesamten Geothermie-Sektors an, darunter Architekten, Ingenieure und Anlagenbauer, aber auch Contracter, Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerke und Finanzierer.
„Mit dieser Messe bestätigen Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen ihre herausragende Position und Vorbildfunktion im Bereich der erneuerbaren Energien“, so Klaus Lorenz, Geschäftsführer von Mitveranstalter Lorenz Kommunikation. „Die Erdwärme liefert Regelenergie und damit einen entscheidenden Beitrag für einen zukunftsorientierten Energiemix auf der Basis erneuerbarer Energien.“
Starkes Wachstum im Geothermie-Bereich
Erdwärme ist eine der Zukunftstechnologien unter den erneuerbaren Energien. Mit ihr können Strom, Wärme und Kälte gewonnen werden. In Deutschland betrug die installierte Stromleistung durch Geothermie im Jahr 2010 rund 6,6 Megawatt, weltweit waren es rund 11.000 Megawatt. Bis 2050 wird nur für Deutschland ein Anstieg der installierten Stromleistung auf rund 6.000 Megawatt prognostiziert. Nordrhein-Westfalen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Das Bundesland ist der führende Standort für Energie- und Bergbautechnologie; zahlreiche Unternehmen sowie nationale und internationale Verbände der Geothermiebranche haben hier ihren Sitz. „Die Chancen für die Geothermie in Deutschland und NRW sind groß und sie werden Tag für Tag genutzt“, sagt Dr. Frank Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, „das zeigen nicht nur die vielen erdgekoppelten Wärmepumpenanlagen, die Jahr für Jahr eingebaut werden. Alleine in Nordrhein-Westfalen sind mittlerweile insgesamt 80.000 und davon ca. 40.000 erdwärmegebundene Wärmepumpen installiert.“
NRW als wichtiger Geothermie-Standort
In NRW ist die Geothermie-Kompetenz gebündelt. Die EnergieAgentur.NRW betreibt das Netzwerk Geothermie, deren Arbeitsgruppe rund 520 Mitglieder aus Unternehmen, Institutionen der Wissenschaft und Forschung sowie der öffentlichen Verwaltung angehören. Anfang des Jahres hat der geothermische Weltverband „International Geothermal Association“ IGA seinen Sitz nach Bochum verlegt. Ebenfalls in Bochum angesiedelt sind das International Geothermal Center sowie das Büro für Internationale Koordination des Bundesverbandes Geothermie. Die Verbände und Institutionen unterstützen die Geo-T Expo.
www.geotexpo.com