Eine Herausforderung für Bauausführung und Logistik:
Die Kanalerneuerung
im Herzen der Düsseldorfer Altstadt
Die Düsseldorfer Altstadt, weltbekannt als „längste Theke der Welt“ hat ein neues Abwasserkanalnetz erhalten. In der Rekordbauzeit von knapp zweieinhalb Jahren – geplant waren ursprünglich rund fünf Jahre – konnte eine der zur Zeit diffizilsten Baumaßnahmen in der Landeshauptstadt erfolgreich abgeschlossen werden.
Baggerarbeiten in beengten Verhältnissen einer belebten Altstadtstraße mit nahezu ganzjähriger Außengastronomie.

Von Dr. Claus Henning Rolfs und Dipl.-Ing. Ralph Maass, Düsseldorf
Die Geschäftsleute, Anlieger und Gäste der Einkaufs- und Gastronomiemeile können endlich aufatmen. Sie haben geduldig und verständnisvoll der Fertigstellung einer dringend notwendigen Baumaßnahme entgegen gefiebert und sind jetzt dafür belohnt worden mit einem leistungsfähigen Kanalisationssystem, das auch künftigen, erhöhten Belastungen dauerhaft standhalten wird.
Dieses Projekt hatte für die Stadt Düsseldorf nicht ohne Grund hohe Priorität. Bei routinemäßig durchgeführten Kanalinspektionen der teilweise mehr als 100 Jahre alten Kanalisationsanlagen wurden in der Altstadt und der angrenzenden Karlstadt erhebliche Schäden durch Risse und Scherbenbildung registriert. Mehr als 50% der öffentlichen Kanalisationsanlagen wiesen hier so schwere Schäden auf, dass sie dringend saniert, 80% der Kanäle sogar komplett ausgetauscht werden mussten. Das belegen detaillierte Aufnahmen, die vom Bauherrn, dem Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt, mit speziellen Kanalfernsehkameras gemacht wurden.
Im Rahmen einer hydraulischen Überprüfung der gesamten Altstadtkanalisation musste ein 680 m langer „Altstadtsammler“ (Ei 800/1200) erstellt werden. Damit ist nach den Regeln der Technik alles getan, um auch zukünftig schädlichen Überstau zu vermeiden. Unter sorgfältiger Abwägung aller standortspezifischen Aspekte wurde ein individuelles Planungskonzept erstellt, das den besonderen Anforderungen eines fast rund um die Uhr stattfindenden Publikumsverkehrs weitestgehend gerecht wird.
Umweltaspekte waren
ein wichtiges Kriterium
Um die Behinderungen für Geschäfte und Gäste der Altstadt während der Bauarbeiten auf ein Mindestmaß zu beschränken, musste sich der Bauherr sowie das verantwortliche Planungs- und Ingenieurbüro (Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH), Besonderes einfallen lassen: ...
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