Hobas Druck-Vortriebsrohr DA 1499 mm, PN 10 in der Vorpressstation.
Vortriebsrohre mit 1499 mm Außendurchmesser von Hobas
Druckrohrvortrieb unter dem Rhein
In Basel in der Schweiz wurden für das Pharmaunternehmen Novartis 433 m Hobas Druckrohre PN 10 mit einem Außendurchmesser von 1499 mm unter dem Rhein vorgetrieben. Eine Kurve mit einem Radius von 1000 m war dabei nicht die einzige Herausforderung.
2009 verwandelte Novartis den Industriekomplex des St. Johann-Areals in Basel mit seinen Forschungs- und Produktionsstätten, Bürogebäuden und dem internationalen Hauptsitz in ein hochmodernes Forschungs-, Entwicklungs- und Managementzentrum.
Bedingt durch diese Arealentwicklung und den Einsatz alternativer Energiesysteme nimmt der Bedarf an Wasser zu Rückkühlzwecken in den nächsten Jahren zu. Verwendet wird dazu aufbereitetes Rheinwasser. Die Gesamtkapazität der bestehenden Fabrikwasseraufbereitungen beidseits des Rheins genügt für die nächsten 10 bis 15 Jahre, um den steigenden Bedarf auf dem Campus-Areal zu decken. Allerdings mussten die Systeme aufgrund veränderter Anforderungen miteinander verbunden werden. Diese Verbindung wurde mittels einer Rohrleitung, welche unter dem Rhein verläuft, realisiert.
Das Ingenieurbüro Rapp Infra wurde von Novartis mit der Umsetzung dieses Vorhabens beauftragt. Zunächst ging man von einer Doppelrohrleitung aus: In einem Vortriebsschutzrohr aus Stahlbeton sollte die eigentliche Druckrohrleitung geführt werden. Aufgrund der Beratung durch die Schweizer Hobas Spezialisten wurde das Ingenieurbüro auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, dass das Hobas Vortriebsrohr gleichzeitig als Druckrohr genutzt werden kann. Diese Methode besitzt neben den wirtschaftlichen Vorteilen auch den Vorzug, dass erheblich an Bauzeit gespart wird. Die Schweizer Firma Implenia, die den Vortrieb ausführte und über gute Erfahrungen mit Hobas Vortriebsrohren verfügt, hat dabei bisher vor allem sehr eng mit den deutschen Hobas Spezialisten von Technik und Produktmanagement zusammen gearbeitet. Auf diese Weise entstand ein Hobas-Gemeinschaftsprojekt zwischen der Schweiz und Deutschland.
Nach intensiven Recherchen und Variantenvergleichen erhielt Hobas schließlich den Auftrag und Mitte April 2009 wurden die ersten Vortriebsrohre geliefert. Zum Einsatz kamen Hobas Druckvortriebsrohre mit der Druckklasse PN 10 und dem Außendurchmesser von 1499 mm. Da täglich 24 bis 30 m Vortriebsrohre gepresst werden konnten, wurde die Rohrverlegung bereits Ende Mai abgeschlossen: 433 m Vortrieb in 1 ½ Monaten. Rekordzeit!
Die Start- und Zielgruben für den Vortrieb wurden aus gebohrten Betonpfählen errichtet, die bis in 30 m Tiefe hineinreichten, damit der Vortrieb innerhalb einer horizontalen Bodenschicht stattfinden konnte. Wechselnde Bodenschichten unterhalb des Rheins hätten das ohnehin anspruchsvolle Projekt zusätzlich mit Risiken behaftet. Eine weitere Herausforderung war der Verlauf des Vortriebs in einer Kurve mit einem Radius von 1000 m.
Besonderheiten dieses Projektes:
- besondere Anforderungen an die Vortriebsdruckrohrverbindungen (integrierte FWC-Kupplung PN 10)
- erstmaliger Einsatz von PN 10 Druckvortriebsrohren mit einer Nennweite von 1499 mm und einer Wanddicke von 79 mm
- erstmaliger Einsatz von Edelstahl-Vorpressstutzen in Vortriebsdruckrohren
- Kurve im Druckrohrvortrieb, Radius 1000 m
Die Umsetzung dieses anspruchsvollen Projektes beruht vor allem auf der guten technischen Zusammenarbeit von Bauunternehmen, Ingenieur-Büro und dem Rohrlieferanten hobas.
Infos unter Email wilfried.sieweke@hobas.com oder www.hobas.de