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550 Fachleute aus dem In- und Ausland informierten sich auf 21 Baustellen in Berlin über moderne grabenlose Bauverfahren. Foto: Eulenburg/bi

Wasser Berlin: In die Rohre geguckt

BERLIN, 05.05.11 – Die Berliner Wasserbetriebe demonstrierten am 5. Mai gemeinsam mit Berliner Bauunternehmen vor 550 Teilnehmern der Messe Wasser Berlin moderne grabenlose Tiefbauverfahren auf stadtweit 21 Baustellen.

 

Fachleute aus dem In- und Ausland informierten sich über neue Techniken beim Neubau, Austausch und der Sanierung von Rohrleitungen für Trink- und Abwasser. Diese zumeist in Berlin entwickelten grabenlosen Technologien machen außer für einen Start- und einen Zielschacht das Aufgraben der Straßen überflüssig. So werden Transporte, Lärm, Verkehrsstaus und Geld gespart und Bäumen nicht die Wurzeln zerhackt.
Die Baustellen wurden mit 16 thematischen, sechsstündigen Bustouren angesteuert. Seit 1993 organisieren die Wasserbetriebe im Rahmen der jetzt alle zwei Jahre stattfindenden Wasser-Messen diese Sightseeingtouren der besonderen Art.
Jeder zweite Kilometer Abwasserkanal wird heute in Berlin in grabenloser Bauweise errichtet. Seit 1984, dem Geburtsjahr des Mikrotunnelbaus, waren das rund 784 km Sammel- und Hausanschlusskanäle.
Damit mussten mehr als 1,3 Mio. m² Fahrbahnfläche weder aufgebrochen noch wiederhergestellt werden. Über 2,4 Mio. m³ Boden wurden nicht ausgehoben. Rund 200.000 Kipper blieben unbeladen. Die CO2-Emissionen liegen bei offener Bauweise um 267 % höher als bei grabenlosen Bauverfahren.

bi-UmweltBau: Fachzeitschrift für Leitungsbau, Umwelttechnik und Tiefbau